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Deutsche Waffen in Day of Defeat


 


Pistole P38


 


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Als Ersatz für die Pistole 08 legten die Firmen Sauer & Sohn, Mauser und Walther Muster vor. Das Waffenamt entschied sich für die Pistole der Firma Walther, verlangte aber einen außen liegenden Hammer und am Schlitten eine den Lauf umschließende Brücke. Die Nullserie dieser Waffe trug noch den Namen HP für "Heerespistole", die endgültige Bezeichnung war .Pistole 38 (P. 3cool Die ersten Waffen wurden im August 1939 an das Heer ausgeliefert. Die neue Waffe war 215 mm lang und besaß einen 125 mm langen Lauf. Sie wog leer 0,94 kg.
Die Pistole 38 war viel einfacher zu fertigen und unempfindlicher gegen Schmutz im Einsatz als die Pistole 08. Sie wurde von der Firma Carl Walther entwickelt und ab 1935 auch an die Streitkräfte verkauft. Die Waffe vom Kaliber 9 mm war 355 mm lang und wog ungeladen 0,8 kg. Die v0 betrug 355 m/Sek., das Magazin faßte acht Schuß. Für die Waffe wurde auch ein Schalldämpfer geliefert.
Da die 9-mm-Patrone 08 in das Patronenlager der 7,63-mm-Waffe paßte, war in die Griffschalen der 9-mm-Waffe eine große »9« eingefräst, die zusätzlich mit roter Farbe ausgelegt war. Es gab für diese Pistole auch einen hölzernen Anschlagkolben, der gleichzeitig als Behälter für diese Waffe benutzt wurde. Zur sogenannten 9-mm-Ultra-Patrone, die 1936 von der Firma Genschow entwickelt wurde, gab es eine Pistole der Firma Walther für die Luftwaffe. Sie wird hier nur erwähnt, weil das Heereswaffenamt von dieser Munition 25.000 Schuß abgenommen hat. Es war eine 26 mm lange Patrone, die beim Verschuß aus dem 100 mm langen Lauf eine v0 von 285 m/Sek. erreichte.


 


Pistole C96


 


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Die Firma Mauser entwickelte noch vor 1900 die Pistole C 96 mit Kaliber 7,63 mm. Die Waffe nahm an der Ausschreibung zur Standardwaffe in der kaiserlichen Armee teil, verlor aber gegen die P. 04 von Luger. Daher wurde die Waffe vor allem ins Ausland exportiert, in die Türkei, nach Persien und Mexiko. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg wurde die Fertigung verboten. Die Mauser-Werke AG erwirkte bald die Genehmigung, die Produktion wieder aufnehmen zu dürfen. Dabei mußten die neuen Pistolen allerdings einen auf 100 mm gekürzten Lauf erhalten. Die neu produzierten Waffen wurden ins Ausland exportiert, dieses mal nach China, Rußland und in die USA. Als Modell 1930 erhielt die Pistole eine verbesserte Sicherung. Die zehnschüssige Waffe war für Einzelfeuer eingerichtet, es gab aber auch eine Variante mit einem 20-Schuß-Magazin für Schnellfeuer. Die Dauerfeuer-Einrichtung wurde am 13. April 1932 zum Patent angemeldet und stammte von dem Mauser-Ingenieur Karl Westinger. Die Schnellfeuer-Waffe erhielt die Bezeichnung »Modell 1932«. Sie wurde aber derart heiß, daß sich Schüsse von selbst auslösten. Sie wurde nicht eingeführt. Die Selbstladepistole hatte eine v0 von 400 m/Sek., war 255 mm lang und wog ungeladen 1,08 kg. Die Lauflänge betrug 96-99,4 mm, die Visierlinie 200 mm. Verschossen wurde die 7,63 x 25-Patrone. Die Waffe wurde nicht offiziell bei der Wehrmacht eingeführt. Als die militärische Lage immer schlechter wurde, wurden auch diese Waffen an die Truppe ausgegeben. Die Einsatzschußweite betrug 50 m.


 


 


Karabiner 98k


 


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Noch aus der Zeit des Ersten Weltkrieges stammte der Mehrlade-Karabiner Modell Mauser 98 b. Die Waffe war die Standardwaffe der Reichswehr. Verschossen wurde mit ihm die sS-Patrone (schweres Spitzgeschoß) mit einer v0 von 895 m/Sek. Das Kaliber betrug 7,92 mm, die Länge der Waffe 1.250 mm und die Länge des Laufes 740 mm. Das integrierte Magazin faßte fünf Schuß, dieWaffe wog leer 4,1 kg.
Die Standardwaffe der deutschen Wehrmacht war der 1935 eingeführte fünfschüssige Karabiner 98 k. Er war der Nachfolger des Karabiners 98 b. Die Waffen wurden bei Mauser in Oberndorf und in Berlin-Wittenau hergestellt. Mit einer Lauflänge von 600 mm und einer Gesamtlänge wog die Waffe 3,9 kg mit Nußbaumschaft und 4,2 kg mit Buchensperrholzschaft. Bei einem Kaliber von 7,92 mm betrug die v0 755 m/Sek., verschossen wurde das 27 g schwere und 80,6 mm lange schwere Spitzgeschoß. Die Wehrmacht hatte bei Kriegsbeginn 2.769.533 Stück K98k. Weitere 7.540.058 wurden während des Krieges gefertigt. Den K98k gab es zudem mit Halterungen für das Zielfernrohr 39, 41, 42 und 4. Alle Waffen, mit Ausnahmen einer Spezialversion, waren mit einer Halterung für das Bajonett versehen.


Karabiner 98k ZF


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Zu Beginn des Rußlandfeldzuges traten bei der Wehrmacht verstärkt Ausfälle durch Scharfschützen auf, denen der deutsche Soldat schutzlos gegenüberstand. Die Truppe fertigte im Eigenbau Scharfschützengewehre mit dem K98k an, bis das Waffenamt den K. 98 k mit dem ZF 41 einführte. Das 160 mm lange Zielfernrohr war mit zwölf Linsen äußerst komplex aufgebaut und lieferte nur eine Vergrößerung von 1,5. Mitte 1942 wurde deshalb das ZF 42 eingeführt, das ebenfalls 160 mm lang war, aber nur noch sechs Linsen hatte und damit eine vierfache Vergrößerung lieferte. Als letzte Neuerung kam 1943 das ZF 4 zur Truppe. Dieses Zielfernrohr wog 1,6 kg, war 220 mm lang und bot eine vierfache Vergrößerung.


Der Schiessbecher (Gewehrgranatengerät )


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Damit die Infanterie auch Ziele bekämpfen konnte, die weiter entfernt lagen und sich außerhalb der Reichweite von Handgranaten befanden, wurde der Schiessbecher eingeführt. Das Gerät war durch die verschiedenen Granaten und die Mobilität sehr flexibel. Diese Waffe konnte sowohl gegen Panzer, Stellungen oder Infanterie eingesetzt werden, wobei sie gegen Ende des Krieges gegen Panzer kaum noch eine Wirkung zeigte. Der Vorläufer des Schiessbechers wurde schon um 1913 bei der Firma Rheinmetall entwickelt. Die Produktion der Schiessbecher lief bis Ende des Jahres 1944, wobei 1.450.114 Stück hergestellt wurden. Der Schiessbecher konnte an jedem Karabiner 98 befestigt werden, außer am Karabiner 98a und dem Gewehr 98/40. Zudem war sein Einsatz auch mit dem StGw 44 und dem FG 42 möglich.


 


Handgranate M24
                   


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Die Stielhandgranate 24 hatte ein Gewicht von 0,48 kg und war 356 mm lang. Der 75 mm lange Topf enthielt 0,165 kg Sprengstoff. Gezündet wurde die Granate, in dem man die durch den Stiel laufende Schnur abriß. Nach 4,5 Sekunden erfolgte die Detonation. eine Verbesserung stellte die Handgranate 43 dar, bei der der Abreißzünder direkt auf dem Kopf befestigt war, so daß sie auch ohne Stiel geworfen werden konnte. Insgesamt wurden während des Krieges 75 Millionen Stück beider Muster gefertigt.


MG. 42


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Das  MG 42war 1.230 mm lang und hatte einen 530 mm langen Lauf. Es wog mit Zweibein 11,6 kg, die schwere Dreibeinlafette 42 wog 20,5 kg. Die Waffen hatten einen neuartigen Rollenverschluß, der die Schußfolge von 900 Schuß/Min. auf 1.500 Schuß/Min. steigerte. Die Einsatzschußweite als leichtes MG betrug 800 m, als schweres MG 2.200 m. Die Munition wurde mit einem 50-Schuß-Gurt oder mit einem 250-Schuß-Gurt im Kasten zugeführt, Magazintrommeln gab es nicht mehr. Verschossen wurde auch hier die Mauser-Patrone 7,92 x 57 mm. Zur Fliegerabwehr wurden die Waffen auf einen Zwillingssockel Typ 36 gesetzt. Das MG 42 bewährte sich außerordentlich, und auch die MG der heutigen Bundeswehr (das MG 3) entsprechen fast genau dem MG 42.


 


Das Stgw. 44


 


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war wie viele seiner Vertreter ein Gasdrucklager und wurde zur Vereinfachung der Fertigung fast ausschließlich aus Stanz- und Prägeteilen gefertigt. Der Schütze war mit dieser Waffe in der Lage Einzel- und (unechtes) Dauerfeuer abzugeben, zumindest bis das 30 Schuß fassende gebogene Magazin leer ware. Eine weitere Neuheit bei dieser Waffe war die bereits erwähnte neuentwickelte Kurzpatrone 43, die in dieser Waffe erstmals zum Einsatz kam. Ihre Gesamtlänge betrug 47 mm, was weitaus weniger war als die 79 mm der 8x57 mm IS Gewehrpatrone. Sie hatte ein Gewicht von 16,3 g (8x57 mm IS: 23,7 g).
Das Stgw. 44 kann als der Prototyp des modernen Sturmgewehrs betrachtet werden. Es konnte im Einzelschuß relativ präzise gegen Infanterie eingesetzt werden und im Notfall seine gesamte Kampfkraft im Nahkampf entfalten. Denn obwohl die neue Kurzpatrone schwächer war als die große 8x57 IS, konnte sie diesen Nachteil durch den geringeren Rückstoß und eine hohe Schussfolge ausgleichen. Zudem reichte sie in ihrem Anwendungsgebiet als Infanteriepatrone völlig aus, die Kampfentfernungen waren in Wirklichkeit sowieso weitaus kleiner als zuvor mit 1.000 m angenommen worden war. 
Mit dieser Waffe hatte die deutsche Infanterie das große Los gezogen, zu den Vorteilen an erhöhter Kampfkraft kam noch eine einfache Bedienung sowie Wartung. Die Waffe war relativ präzise und vor allem für ungeübte Schützen mit ihrem geringen Rückstoß leicht kontrollierbar. Man konnte bei schnellen Vorstößen die überlegene Feuerkraft nutzen und im Abwehrkampf eine hohe Feuerdichte und Schußfolge erreichen. Unterstützungsfeuer durch MGs war nicht mehr zwingend notwendig. So wurde sie schnell zur bevorzugten Waffe der deutschen Fronttruppen und Forderungen nach immer mehr Exemplaren wurden laut, die jedoch wegen der desolaten Situation der deutschen Kriegsindustrie nicht in dem Umfang erfüllt werden konnten. So wurde das Stgw. 44 vorzugsweise an besondere Truppeneinheiten ausgegeben, bis Oktober 1944 gab es lediglich 110.000 Waffen dieser Art.


 


 


RPzB. 54 "Panzerschreck"


 


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Der Panzerschreck 54 (88 mm) war 9,5 kg schwer und bestand aus folgenden Teilen: Abschussrohr mit Schutzkranz, im Kaliber 88 mm und mit einer Rohrlänge von 1.640 mm, Abschussvorrichtung, Zielvorrichtung, Schulterstütze und Stossgenerator.
Die elektrische Abschussvorrichtung war mit dem Stossgenerator, der am hinteren Ende des Rohres befestigt war, elektronisch verbunden. Die Vorrichtung wurde von einer Batterie unterstützt und mittels der Abschussvorrichtung konnte dann der Stossgenerator zum Abfeuern der Granate benutzt werden: Beim Betätigen des elektrischen Abzuges wurde im Stossgenerator ein magnetischer Stahlstift freigegeben, der wiederum durch eine Feder in eine Spulenwicklung gedrückt wurde. Der dadurch erzeugte Induktionsstrom zündete die Treibladung der Hohlladungsraketengranate. Die Granate des Typs Raketenpanzerbüchsengranate RPzB.Gr. 4322 war 3.25 kg schwer und trug ein Ringleitwerk als Stabilisator. Sie erreichte nach dem Abschuss eine Geschwindigkeit von 105 m/s sowie eine effektive Reichweite von 150 m und hatte eine Durchschlagskraft von 160 mm. Der Gefechtskopf der Granate bestand aus der Hohlladung und dem Aufschlagszünder. Im hinteren Teil der Granate befand sich die Brennkammer in der die Treibladung untergebracht war.
Die ersten Versionen des Panzerschrecks hatten noch kein Schutzschild und der Schütze musste sich durch eine filterlose Maske und einem feuerfesten Poncho schützen, da der Feuerstrahl der Raketengranate nach dem Verlassen des Rohres auf eine Entfernung von 2 bis 2,5 m schlimme Verbrennungen zufügen konnte. Auch der Bereich hinter dem Rohr war sehr gefährlich, da auch da ein Feuerstrahl von circa 3 m entstand. Später wurde für den Panzerschreck 54 ein Schutzschild mit Sichtfenster entwickelt, das die Maße 36 x 47 cm hatte, und dann ein Gesamtgewicht des Panzerschrecks von 11,00 kg bewirkte. Dadurch wurde die Handhabung und Bedienung der Waffe zum einen verbessert und zum anderen wurde die Verletzungsgefahr des Schützen gemindert. Der Panzerschreck 54/1 war eine Verbesserung des Panzerschrecks 54. Dabei wurde die Länge des Abschussrohres auf 1.350 mm verkürzt und die vorhandene Zieleinrichtung wurde ebenfalls verbessert. Der Panzerschreck 54 (100 mm) war eine Sonderversion des Heeres, die bevorzugt an Schützenpanzern, Kübelwagen oder anderen Panzerjägern montiert wurde. Die Version hatte ein 2 m langes Abschussrohr mit einem Kaliber von 100 mm und war 13.6 kg schwer.


 


Quellen: www.WaffenHq.de, neXor.AD | Script-Copyright by: www.webspell.org

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