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COLT GOVERMENT MODEL 45.


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Die US-Armee brauchte damals zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahezu 5 Jahre für ihre Tests, an deren Ende fest stand, dass die neue Pistole von Colt die beste und zuverlässigste aller erprobten Waffen war. Daraufhin wurde 1911 die sofortige Übernahme dieser Waffe angeordnet und obwohl man bei Colt mit diesem Ausgang der Testreihen gerechnet hatte, brauchte das Unternehmen einige Zeit um große Stückzahlen liefern zu können. Als dann der Erste Weltkrieg über die Welt hereinbrach, wurde die Pistole auch von verschiedenen Herstellern in Lizenz hergestellt und damit begann der nicht mehr enden wollende Siegeszug der Modell 1911. Noch heute bauen viele Sportpistolen auf dem Prinzip der 1911 auf.
Die Pistole besteht aus drei wesentlichen Teilen: Griffstück, Schlitten und Lauf. Das Griffstück beinhaltet das Magazin und hat eingefräßte Nuten zur Aufnahme des Schlittens. Der Schlitten wird von vorne auf das Griffstück geschoben. Ein Anschlag verhindert, dass der Schlitten bei technischen Defekten nach hinten von der Pistole geschleudert wird. Dies war ein Manko vieler vorangegangener Pistolen. Der Lauf wird mittels einer im Rahmen vernieteten Kupplung gehalten. Wenn der Schlitten in vorderster Position steht, wird der Lauf nach oben gedrückt und verriegelt mittels Nocken im Schlitten. Bewegt sich der Schlitten nach hinten, durch Schuss oder manuell von Hand, nimmt er den Lauf ein Stück mit. Dann zieht die Kupplung die Nocken aus ihrem Sitz. Der Schlitten öffnet das Patronenlager und die Hülse wird ausgezogen.
Bei leer geschossenem Magazin hält der Schlittenfanghebel den Schlitten in der hintersten Position fest. Dies geschieht durch eine kleine Klinke im Magazin, die den Schlittenfanghebel nach dem Zuführen der letzten Patrone nach oben drückt. Dadurch braucht man nach dem Einführen eines neuen Magazins nur noch mit dem Daumen auf den Schlittenfanghebel zu drücken und der Schlitten führt die erste Patrone in das Patronenlager ein. Die normale Magazinkapazität beträgt im Kaliber .45 ACP (Automatic Colt Pistol) 7 Patronen. Die Pistole besitzt zwei Sicherungen: Eine, die den außen liegenden Hahn und den Abzug blockiert, und eine zweite, die so genannte Handballen-Sicherung. Diese trennt die Abzugsstange vom Abzug, bis sie durch die Schusshand eingedrückt wird.



M1 Carbine



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Als sich das amerikanische Militär in der 20er Jahren mit der Entwicklung eines Selbstladegewehres beschäftigte, beschloss man auch eine Waffe für Truppenteile zu entwickeln, die nicht an vorderster Front operierten. Es sollte in jedem Fall eine automatische Langwaffe sein, kompakter als ein normales Infanteriegewehr und effektiver als eine Pistole oder Maschinenpistole. Die Waffe war vor allem für die Verteidigung gedacht und sollte deswegen über eine Feuerkraft verfügen, die annähernd an die eines Gewehres heranreicht. Sie sollte überwiegend an Fahrzeugmannschaften, Bedienmannschaften von Geschützen und andere Truppen im rückwärtigen Dienst ausgegeben werden. Die Aufgabe bestand darin, ein automatisches Gewehr, mit einem Gewicht von nicht mehr als 2,5 kg, einer Einsatzschussweite von mindestens 300 yd (= 274,23 m) und einer ebenso einfachen Handhabung wie beim M1 Garand zu entwickeln. Man einigte sich außerdem auf eine Magazinkapazität von 20 Schuss. Schnell wurde jedoch klar, dass diese Anforderungen mit bestehenden Patronen nicht erfüllt werden konnten. Die zu entwickelnde Waffe sollte wirkungsvoller sein als die Pistolen und Maschinenpistolen im Kaliber .45 ACP aber trotzdem leichter und handlicher als ein Gewehr im Kaliber .30-06 Springfield. Also musste eine neue Patrone entwickelt werden, eine Kreuzung aus beiden Kalibern. Die Jagdpatrone .32 SL der Firma Winchester wurde kurzerhand umlaboriert und es entstand die neue Patrone 30 US Carbine mit 7,62 mm Geschossdurchmesser, einem Geschossgewicht von 110 gr (7,1 g) und einer Hülsenlänge von 33 mm. Das Ogival-Geschoss erreichte eine Anfangsgeschwindigkeit von etwa 610 m/s und eine Mündungsenergie von 1.325 J; zum Vergleich: die .45 ACP kommt nur auf ca. 260 m/s und ca. 500 J. Nach einigen Tests erhielt die Firma Winchester den Zuschlag für den Bau der neuen Waffe, welche dann am 22. Oktober 1941 unter dem Namen "M1 Carbine" zur Standardwaffe der US Streitkräfte erklärt wurde. Trotz des ursprünglichen Einsatzzweckes als Verteidigungswaffe, wurde der M1 Carbine auch zunehmend an vorderster Front eingesetzt und spielte beispielsweise bei der Landung der Amerikaner in Nordafrika und in der Normandie eine entscheidende Rolle. Der M1 Carbine ist ein Gasdrucklader, vom Aufbau dem System des M1 Garand nicht unähnlich. Unter dem Lauf befindet sich ein Gaszylinder, durch ein Loch in der Mitte des Laufes wird in diesen das Gas, welches das Geschoss antreibt, geleitet. Das Gas drückt ein Gestänge nach hinten, welches den Verschluss dreht, somit entriegelt und nach hinten wirft.





M 1928 M1 Thomson


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Die ersten Prototypen entstanden um 1917 bei Warner & Swasey, Cleveland, Ohio. Sie waren recht unterschiedlicher Bauart, teils mit Gurtzuführung, teils mit einer Zusatzrichtung die den Verschluss mit Öl schmierte. Diese als »Persuader« bekannten Waffen verschossen schon Patronen des Kalibers .45 ACP. Nach 5-7 Schuss gab es jedoch stets Ladehemmungen. Spätere Waffen der »Annihilator« genannten Serie um 1919 stellten die Evolution dar. Das bekannte Type "C" 100 Schuss Trommelmagazin fand hier ebenso schon Verwendung wie das 20 Schuss Stangenmagazin, beide entwickelt von Oscar V. Payne. Die Kadenz soll bereits 1.000 Schuss/min betragen haben. Schließlich standen solche Waffen ohne Kolben aber mit zwei Pistolengriffen aus Holz Verfügung. Der Lauf wies zum ersten Mal Kühlrippen zur besseren Abkühlung auf. Sie wurden 27. April 1920 von der amerikanischen Regierung getestet und erwiesen sich als funktionstüchtig. Verschiedene Quellen geben an, dass es bei 2.000 Schuss nur eine einzige Ladehemmung gegeben haben soll. Im August jenen Jahres stellte das US Marine Corps ähnliche Ergebnisse fest. Der erwartete Geschäftserfolg blieb jedoch aus, obwohl damalige Testversuche die Qualität der Waffe bestätigten. Die beschriebene Waffe wurde in nochmals überarbeiteter Ausführung schließlich als M1921 in Zusammenarbeit mit anderen Firmen hergestellt. AOC schloß mit Colt's Patent Firearms Manufacturing Company in Hartford, Connecticut, einen Vertrag ab. Colt übernahm die Herstellung von Gehäuse, Lauf und Verschlusssystem sowie die Montage, die Lyman Gunsight Company die Produktion der Visiereinrichtung, Remington Arms Company letztendlich die Zulieferung des Kolbens sowie der Pistolengriffe. Insgesamt dürften nicht mehr als 15.000 Waffen M1921 aller Varianten gefertigt worden sein. Zu Beginn der Produktion stand letztendlich auch das Trommelmagazin Type "L" mit 50 Schuss zur Verfügung.


Die Produktion im 2. Weltkrieg


Während des Krieges machte die M1928 A1 einige Änderungen durch, die sie schneller und preiswerter produzieren ließ. Die erste Änderung beseitigte das fein bearbeitete Lyman Visier. Es wurde durch ein einfaches gestanztes L-förmiges Visier ersetzt. Die zur Erklärung der Waffe eingesetzten Bilder in diesem Bericht zeigen die M1928 A1 jeweils meist mit dieser Visierung (s. unten »Magazine« oder »Visierung«). Mitte 1941 richtete der neue Besitzer von AOC, Russell Maguire, eine neue Fabrik in Bridgeport, Connecticut, ein. Denn nicht lange nach der französischen Bestellung von 1939 mit zwei Aufträgen über jeweils 3.000 Stück verursachte der 2. Weltkrieg eine enorme Nachfrage nach Maschinenpistolen. Aus Großbritannien soll Ende 1940 ebenfalls ein Auftrag über 107.500 Maschinenpistolen vorgelegen haben. August 1942 sollen bereits 318.900 Waffen Modell M1928 A1 bestellt worden sein, davon jedoch nur 20.450 im Auftrag der amerikanischen Regierung. Im Februar 1942 hatte AOC seine 500.000 Waffe ausgeliefert, die monatliche Produktionsrate betrug teilweise 90.000 Waffen.


 


Springfield M 1903 scoped


 


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Das Springfield M1903 US Rifle, .30 caliber, M1903 ist ein US-amerikanisches Repetiergewehr mit einem im Mittelschaft eingebauten fünfschüssigen Magazin, das von dem regierungseigenen Waffenhersteller Springfield Armory in Springfield (Massachusetts) entworfen und gebaut wurde. Das M1903 basiert auf einem Entwurf der deutschen Firma Mauser, dessen Rechte Springfield erwarb. Die ersten Gewehre wurden im Jahr 1903 an die US-Armee ausgeliefert; bereits 1906 erfolgte die Überarbeitung der Munition und die neue Patrone .30-06 Springfield wurde die Standardgewehrmunition der US-Streitkräfte bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Hierbei wurde unter anderem die Form des Geschosses von halbrund auf spitz zulaufend geändert und war dadurch das direkte Gegenstück zur deutschen 8 x 57 IS Munition. Mit dem M1903 zogen die amerikanischen Soldaten in den Ersten Weltkrieg, wo es bereits seine hohen Qualitäten hinsichtlich Verarbeitung und Schussleistung unter Beweis stellen konnte. Zum Ende der 1920er Jahre wurde es einer Überarbeitung unterzogen, bei der aber nur unwesentliche Details verändert wurden und es blieb bis 1936 das Standardgewehr der US-Streitkräfte. Da es noch 1941 Produktionsprobleme mit dem Nachfolgemodell M1 Garand gab, blieb weiterhin das M1903 beim United States Marine Corps die Hauptinfanteriewaffe während des Zweiten Weltkrieges im Pazifik.


Die Scharfschützen verwendeten noch im Koreakrieg zum Teil die Scharfschützenversion M1903A4. Diese kam ab Werk ohne feste Visierung und konnte nur mit Optik verwendet werden.




Gewehrgranate


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Eine Gewehrgranate ist eine spezielle Granate, die über einen Aufsatz auf dem Gewehrlauf eines Gewehrs verschossen wird.


Die Gewehrgranate wird auch irrtümlich als Granatgewehr bezeichnet. Ein Granatgewehr ist jedoch eine frühe Form eines Granatwerfers. Eine Gewehrgranate dagegen ist kein eigenständiges Waffensystem, weder Schusswaffe noch Granatwerfer, sondern eine spezielle Munitionsart und muss mit Hilfe einer Schusswaffe verschossen werden. Der Aufsatz zum Verschuss kann entweder Bestandteil der Gewehrgranate sein (Einweg; z. B. G36), oder ein separates Gerät darstellen (Gewehrgranatgerät, Gewehrgranatwerfer oder Schießbecher; z. B. K9cool, das wiedergeladen werden kann.


Eine Gewehrgranate hat eine höhere Schussreichweite (etwa 250 m) als eine Handgranate geworfen werden kann. Dabei ist keine separate Waffe nötig, sondern der Soldat nutzt sein Gewehr zum Verschuss. Schon im Ersten Weltkrieg wurde diese Waffe vom deutschen Heer eingesetzt. Die ersten Entwicklungen dazu erfolgten 1913 bei Rheinmetall. Aber auch andere Nationen wie Finnland, Japan, Italien und die USA setzten diese Waffe ein.




US-Handgranate Mk2 (Pineapple)


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Die Eierhandgranate hat grob die Gestalt eines Eies, eines Apfels oder einer Mandarine. Sie trägt am oberen Ende einen Schlagzünder mit einem Verzögerungssatz von etwa 3 Sekunden. Dieser Schlagzünder wird durch einen Bügel in seiner gespannten Position gehalten, der an der Außenhaut der Granate anliegt und mit einem Splint gesichert ist. Beim Einsatz wird die Granate mit dem Bügel fest in die Hand genommen, wobei der Bügel in der Handinnenfläche zu liegen hat. Dann wird der Splint gezogen. Auch jetzt beginnt noch keine Zündverzögerung zu laufen, die Granate kann noch in der Hand gehalten werden. Erst mit dem Wurf wird der Hebel durch Öffnen der Hand freigegeben, der Schlagzünder zündet den Verzögerungssatz, die Ladung explodiert nach etwa 3 Sekunden.


Zudem diente der Bügel als Kennzeichnungsmittel für die Sprengform. Eine teils rote, teils blaue Färbung macht den Bügel auch bei Dunkelheit erkennbar (siehe Bild oben). Im blauen Farbfeld war die Bezeichnung der Granatenform aufgebracht (z.B. „E-Grenade" = Explosivgranate oder „S-Grenade" = Rauchgranate, manchmal auch nur die Buchstaben, ohne „Grenade"). Bei den bis Mitte




M1 Garand


 


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John C. Garand entwickelte dieses Gewehr in den 1930er Jahren. 1932 wurde es bei der US-Armee eingeführt. Es war robust, verlässlich und das erste halbautomatische Gewehr der Vereinigten Staaten, welches in einem Krieg Verwendung fand. Die US-Streitkräfte setzten dieses Gewehr im Zweiten Weltkrieg und im Koreakrieg ein. Vorgänger war das Springfield M1903. Die Umstellung auf das M1 Garand war dabei mit einer großen Steigerung der Feuerkraft verbunden, was es zur Hauptwaffe der Amerikaner im Zweiten Weltkrieg machte. Bis zur Produktionseinstellung 1957 wurden über 5,5 Millionen Stück gebaut.


img_69Kaliber .30-06 Springfield (7,62x 63mm ) 


 


 


Browning Automatic Rifle M 1917 ( BAR )


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Als die Vereinigten Staaten am 6. April 1917 mit der Kriegserklärung an Deutschland in den ersten Weltkrieg eintraten, war die Ausrüstung der Truppe mit Maschinengewehren völlig unzureichend. Die Armee verfügte nur über 1.100 schwere Maschinengewehre und eine geringe Anzahl an leichten vollautomatischen Waffen. Das teilweise von den Amerikanern eingesetzte französische Chauchat Maschinengewehr konnte jedoch im Felde nicht sonderlich überzeugen. Aus diesen Gründen wurde die Entwicklung eines Maschinengewehres in Auftrag gegeben und Browning stellte am 27. Februar 1917 zwei verschiedene Entwürfe vor. Der eine war das spätere Browning M 1917, ein schweres Maschinengewehr, der andere eine Art leichtes Maschinengewehr mit der Bezeichnung Browning Automatic Rifle (BAR). Es wurde als BAR M 1918 ab 1918 bei der Winchester Repeating Arms Company und bei der Marlin-Rockwell Firearms Corporation in Serienproduktion hergestellt, nachdem das Militär seine Zustimmung gegeben hatte. Am 13. September 1918 wurde das neue leichte Maschinengewehr dann zum ersten Mal gegen die deutschen Truppen eingesetzt.
Eigentlich wurde das BAR aber nicht als leichtes Maschinengewehr, sondern als ein für Einzel- und Dauerfeuer ausgelegtes Schnellfeuergewehr konstruiert. Die Waffe konnte somit sehr gut aus der Bewegung heraus abgefeuert werden und war ideal dazu, um andere Infanterieteile in Feuergefechten zu unterstützen. Die Amerikaner praktizierten die Taktik des vorrückenden Feuerns, wobei die angreifende Infanterie den Gegner durch andauerndes Feuer niederhalten sollte. Das BAR war dafür viel besser geeignet als das Chauchat MG. Die Magazinkapazität von nur 20 Schuss war für ein leichtes Maschinengewehr jedoch zu gering und wurde auch im Laufe der Jahre oftmals bemängelt, aber nie erhöht. Der Versuch das BAR mit einem 40 Schuss Magazin auszustatten wurde wieder verworfen, weil man die Waffe dann für zu schwer und unhandlich hielt. Das BAR ist ein Gasdrucklader mit starr verriegeltem Horizontalverschluss, die Schließfeder befindet sich hinter dem Verschluss. Der Mechanismus wird durch einen Gaskolben angetrieben, welcher unterhalb des Laufes verläuft. Verriegelt wird der Verschluss, in dem sein Hinterteil angehoben wird, bis es fest gegen eine Fläche im Oberteil des Gehäuses drückt.
Die Waffe von 1918 wurde nun zum Model M 1922 weiterentwickelt. Nun besaß die Waffe ein Zweibein und zusätzliche Kühlrippen und am hinteren Ende des Kolbens wurde eine abklappbare Schulterklappe, die ein Wegrutschen der Waffe beim Schulteranschlag verhindern sollte, angebracht. Das BAR M 1922 wog ungefähr 10 kg. Die Feuergeschwindigkeit konnte von 350 s/min auf 550 s/min umgestellt werden, jedoch erreichte ein geübter Schütze nur eine praktische Feuergeschwindigkeit von 60 bis 80 s/min. Bei dieser Feuergeschwindigkeit war das kleine Magazin sowieso in kurzer Zeit geleert. Bei den weiter verbesserten Modellen M 1918 A1 und M 1918 A2 (1937 bzw. 1940 eingeführt) wurden zwar die Läufe mit für Dauerfeuer besser geeigneter, dickerer Wandstärke gebaut, jedoch wurde die Magazinkapazität auch diesmal nicht weiter erhöht. Obwohl das BAR nicht den taktischen Forderungen eines leichten Maschinengewehrs gerecht werden konnte, zählte es im 2. Weltkrieg erstaunlicherweise zu einer der wichtigsten automatischen Waffen. Die US Armee verfügte sonst über keine einzige Waffe, die den taktischen Aufgaben gerecht wurde. Die Thompson MPi war keine Infanterieunterstützungswaffe und das Browning M 1919 Maschinengewehr war für eine solche Aufgabe einfach zu schwer und zu unhandlich. Die verschiedenen BAR Modelle wurden auch noch im Koreakrieg (1950 bis 1953) und am Anfang des Vietnamkrieges verwendet, bis sie vom Universalmaschinengewehr M60 abgelöst wurden. Die gesamte Produktion aller Versionen der Browning Automatic Rifle beläuft sich auf über 350.000 Stück.



 


 Browning M 1917


 


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Das Browning wurde als Infanterieunterstützung immer von 2 Soldaten mit sich geführt, einer trug das MG und diverse Ersatzteile mit sich, während der andere Munition und das Zweibein bei sich hatte. Auch während des Gefechts wurde die Browning von 2 Soldaten bedient, einer zum Schießen, während der andere Munition nachführt, bzw. nachlädt. Das Nachladen war im Vergleich zur Browning 1917 stark vereinfacht worden. Musste man beim Browning M1917 den Munitionsgurt noch straff halten, um die hohe Feuerrate zu ertragen und sich nicht zu verklemmen, konnte dieser neue Browning lose eingelegt werden. Um nachzuladen, legte man einfach den Munitionsgurt in die Mitte des Schaftes, klappte den Schaft zu und schoss. War die Browning mit dem 75-Schuss Magazin ausgestattet, musste man die Trommel vom unteren Gewehrrand abnehmen und nur noch (nicht wie bei der 1917) an einer Seite öffnen, die bereits problemloses Nachführen des Gurtes in das Trommelmagazin ermöglichte.


Die Browning M1919 war somit ein gefürchtetes MG in den Reihen der Gegner geworden, durch seine offenen Lufteinlässe lang betreibbar, jedoch auch schnell verschmutzbar und somit den deutschen MGs ( MG34 und MG 42 ) im Kampf unterlegen, da der gelochte Lauf bei dreckigen Verhältnissen stockte oder sogar ganz versagte. Dafür lief die M1919 eben durch diesen gelochten Lauf nicht so schnell heiß wie ein MG-42. Ein weiterer Nachteil war jedoch auch ihr hohes Gewicht, das es den Amerikanern nicht erlaubte wie geplant jeden 8.Soldaten mit einem Browning M1919 auszustatten. Da konnte der deutsche Soldat mit einem MG-42 pro 6.Soldaten rechnen, wenn man den Plänen der Wehrmacht glaubt.



 

  Quellen: www.Wikipedia.org


 


 



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