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LEGION - CONDOR

Anfang August 1936 trafen erste Einheiten der offiziell aus "deutschen Freiwilligen" gebildeten Legion Condor in Spanien ein. Sie sollten den putschenden General Francisco Franco im Kampf gegen die Spanische Republik militärisch unterstützen. Der Umfang der militärischen Hilfe wurde in den nächsten Monaten rasch ausgeweitet, Anfang November 1936 verfügte die Legion Condor unter dem Befehl von Generalmajor Hugo Sperrle (1885-1953) über 100 Flugzeuge und 5.000 Mann. Neben den "Freiwilligen" aus Deutschland kämpften italienische Verbände. Durch Rotation der Kontingente kamen insgesamt rund 20.000 deutsche Wehrmachtssoldaten auf dem spanischen Kriegsschauplatz zum Kampfeinsatz. Ihr Eingreifen begründeten Adolf Hitler und Benito Mussolini mit ihrer Entschlossenheit zum "Kampf gegen den Bolschewismus". Zudem bot der Spanische Bürgerkrieg eine willkommene Gelegenheit zum Test neuer Waffensysteme, besonders der Luftwaffe. International heftig verurteilt wurde der Bombenangriff auf die Stadt Guernica am 26. April 1937. Pablo Picassos Gemälde "Guernica" rückte die Leiden der Zivilbevölkerung in das Bewußtsein der Weltöffentlichkeit. In Deutschland hingegen begründeten die NS-Propaganda und Zeitschriften wie das Luftwaffen-Magazin "Der Adler" gezielt den "Mythos Legion Condor".


Die Volksfrontregierung, die durch zahlreiche Propagandaplakate das Interesse der Öffentlichkeit auf Spanien zu lenken versuchte, wurde im Bürgerkrieg von "Internationalen Brigaden" unterstützt, in deren Reihen Demokraten, Sozialisten und Kommunisten aus aller Welt kämpften. Verschiedene Schriftsteller engagierten sich publizistisch und verurteilten die offene Einmischung Deutschlands und Italiens. So wandte sich der im französischen Exil lebende Heinrich Mann mit seinem Aufruf "Deutsche Soldaten! Euch schickt ein Schurke nach Spanien!" gegen den Einsatz der Legion Condor.

Quelle: Wikipedia

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